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Grundlagen und aktueller Stand bei xxx-Domains

In: Rund um die Domain | Autor: admin

Die Nachfrage nach den neuen .xxx Domains ist trotz der verhältmäßig hohen Registrierungsgebühren weiterhin ungebrochen hoch. Doch nicht alle diesbezüglichen Probleme sind gelöst, insbesondere für Inhaber von Markenrechten verbleibt ein erhebliches Risiko.

Seit dem 6. Dezember 2011 ist die neue Domain-Endung .xxx aktiv, die speziell für Webseiten aus dem Erotik-Bereich geschaffen wurde. Nachfrage nach den Domains mit der neuen Endung war und ist vorhanden: einen Monat vor der Live-Schaltung der Endung und der allgemeinen Verfügbarkeit der Top-Level-Domain waren bereits 80.000 .xxx Domains registriert.

Auch in Deutschland herrscht ein reges Interesse an der Erotik-Domain-Endung. Einen Tag nach der Einführung waren allein beim deutschen Anbieter United Domains 3.000 .xxx Domains registriert worden. Dabei sind .xxx Domains aufgrund der Gebühren der verwaltenden ICMRegistry im Vergleich zu den „etablierten“ Domains wie .com oder .de relativ teuer und kosten pro Jahr höhere zweistellige Beträge.

Der Einführung einer eigenen Domain-Endung für die Erotik-Branche ging ein jahrelanger Streit voraus. Bereits im Jahr 2000 wurde ein erster Antrag für die Einrichtung von .xxx bei der ICANN gestellt. In Gang kam die Bewerbung nur zögerlich nach einem zweiten Antrag im Jahr 2004. Bis zu einer positiven Entscheidung für die neue Top-Level-Domain vergingen insgesamt 11 Jahre. Insbesondere die USA intervenierten mehrfach gegen die die „Porno-Domain“.

Als Zugeständnis an die Kritiker müssen alle .xxx Webseiten einer Alterseinstufung unterliegen. Außerdem scannt der Antivirenhersteller McAfee alle .xxx-Seiten auf Schadsoftware. Andere Beobachter hoffen sogar auf einen positiven Effekt durch die neue Erotik-Domain. Je mehr Erotik-Angebote ihre Webseiten zu .xxx Domains umziehen, desto einfacher würde eine Blockierung der Seiten z.B. zum Jugendschutz.

Für bekannte Unternehmen, Marken oder Persönlichkeiten sind die neuen Domain-Endungen wie z.B. die geplanten .berlin oder .bayern ein Risiko. Geschäftemacher könnten sich bekannte Namen zu Nutze machen und die entsprechende Domain registrieren um neugierige Besucher einzufangen oder die Domain zu hohen Kosten an den Inhaber des Namens bzw. der Markenrechte zu verkaufen.

Insbesondere bei .xxx Domains ein nicht zu unterschätzendes Risiko, da der eigene Name direkt mit Erotik-Webseiten in Verbindung gebracht wird. Ein „Blocking“ bestimmter .xxx Domainnamen war und ist zwar möglich, aber kostenpflichtig. Diese Tatsache hatte mehrfach für Kritik gesorgt, da Unbeteiligte praktisch gezwungen werden, aktiv zu werden und  finanzielle Ausgaben zum eigenen Schutz zu tätigen.

Trotzdem scheint die neue Domain-Endung ein Erfolg zu werden. Kein Wunder, nahm bis zum Aufstieg von Youtube, Facebook und weiteren sozialen Netzwerken die Erotik-Branche den Großteil des Webseiten-Traffics ein. Auch heute noch ist der Anteil an Erotik-Angeboten und deren Besucher-Anzahl nicht unerheblich. Mit der .xxx Domain haben diese Angebote nun eine Heimat gefunden.


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