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Andrang auf .xxx-Domains schafft Probleme beim Markenschutz

In: Rund um die Domain | Autor: Stefan

Die Einführung der .xxx Domainendung für Erotikseiten schafft für Inhaber bekannter Marken Probleme. Um sich vor Missbrauch zu schützen, sollte erwogen werden, die entsprechende Domain noch in der sogenannten “Sunrise-Phase” blocken zu lassen. Andernfalls kann nicht ausgeschlossen werden, dass Besucher in die Irre geleitet werden, wenn sie auf der Suche nach der Webhosting Präsenz eines Unternehmens den falschen Link anklicken.

Für Unternehmen mit bekannten Marken ist der 7. September 2011 ein wichtiges Datum. Ab diesem Zeitpunkt können Inhaber von Markenrechten die entsprechende .xxx-Domain (z.B. marke.xxx) blocken lassen wie Golem.de berichtet.

Markenschutz nicht kostenlos

In dieser sogenannten „Sunrise-Phase“ können Markeninhaber gegen eine Gebühr von 200-300 Dollar ihre Markenrechte geltend machen und eine Domain blockieren lassen oder eine bevorzugte Domain Registrierung vornehmen. Laut der verantwortlichen ICM Registry sind fallen diese hohen Kosten an, um die Markenrechte zu überprüfen.

Im gleichen Zeitraum können Unternehmen der Erotikbranche – für die die Domainendung .xxx eingeführt wurde – ihre Domainwünsche geltend machen und nach dem Motto „first come, first server“ registrieren.

Ab Dezember 2011 sind .xxx Domains frei verfügbar

Bestehende Markenrechte werden während der Sunrise-Phase berücksichtigt. Lässt ein Unternehmen seinen Unternehmensnamen oder Markennamen nicht blockieren oder registriert die Domain selbst, kann die Domain ab Dezember 2011 frei registriert werden.

Ab Dezember gilt dann auch keine Beschränkung auf Erotikunternehmen mehr. Ab diesem Zeitpunkt ist die Domainregistrierung unbeschränkt möglich. Die Kosten für eine .xxx Domain werden vermutlich 60 Euro im Jahr betragen.

Missbrauch ist nicht auszuschließen

Kommt es hierbei zu einem Missbrauch, steht Unternehmen evtl. ein langwieriger und kostspieliger Rechtsstreit bevor, in dem sie beweisen müssen, dass eine Domain missbräuchlich, also in „böser Absicht“ registriert wurde. Je nach Konstellation (z.B. bei Namensgleichheit) kann dieser Nachweis allerdings schwer zu führen sein.

Im Fall der .xxx Domains ist der Fall besonders pikant. Bei jeder Domainendung besteht die Gefahr, dass Markennamen verwendet werden, um Besucher auf Konkurrenzangebote oder Schadseiten geleitet werden. Da die Endung .xxx hauptsächlich Erotikseiten vorbehalten sein soll, besteht hier zusätzlich die Gefahr, dass unvorbereitete Besucher auf „Schmuddelseiten“ landen.

Der Domainverwalter ICM Registry will aber zumindest dem Vertrieb von Schadsoftware entgegenwirken sowie rechtswidrige Inhalte blockieren. Das für seinen Anti-Viren-Scanner bekannte Unternehmen McAfee soll die Inhalte der Webhosting Seiten der registrierten Domains überprüfen.

Werden Sie Ihre Marke vor dem Zugriff von Domaingrabbern schützen? Oder halten Sie die Gefahr für überschätzt? Über Ihre Meinung in den Kommentaren würden wir uns freuen.


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Ein Kommentar zu “Andrang auf .xxx-Domains schafft Probleme beim Markenschutz”

  • H.Oswald Sunday, 18.September 2011 um 8:03Uhr

    ICANN akkredierte Registrare bieten Interessenten an, ihre Handelsmarken als “defensive Registrations” unter .xxx anzumelden. Wenn eine “defensive registration” durchgesetzt worden ist, kann kein Dritter mehr diesen Begriff in den folgenden Registrierungsperioden registrieren.

    Joseph M. DiCioccio und Susan Neuberger Weller erklären dazu:” Wenn Sie sich entscheiden, was Sie angesichts dieser neuen Top Level Domain machen, sollten Sie daran denken, dass eine defensive Registrierung bei der Verhinderung von Cybersquatting viel kostengünstiger ist als alle Versuche die Domain später von einer dritten Partei zu bekommen.”

    H.Oswald
    http://www.domainregisry.de

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