In: 1blu, Lycos Webhosting, Strato | Autor: admin | Keine Kommentare »
Angesichts der bevorstehenden Einstellung der Aktivitäten von Lycos Webhosting kämpfen die verbleibenden Mitbewerber um die geschätzt 50.000 Kunden, die jetzt einen neuen Webhosting-Provider benötigen.
Offizieller Partner von Lycos ist dabei der Berliner Provider Strato Webhosting: Alle Lycos Kunden erhielten in den vergangenen Tagen per Mail ein entsprechendes „Vorzugsangebot“: Dieses besteht im Wesentlichen darin, dass durch Angabe der Zugangsdaten von Lycos Webhosting bestimmte Kundendaten zur Vorbereitung des Providerwechsels automatisch an Strato übertragen werden.
Darüber hinaus entspricht das angebotene Paket weitgehend dem Strato-Tarif PowerPlus, allerdings kommen ehemalige Lycos-Kunden hier in den Genuss von drei Gratis-Monaten und sparen dadurch ca. 20,- EUR. Um die Kunden zu einem zeitnahen Wechsel zu bewegen winkt bis 31.12.2008 die Teilnahme an einem Gewinnspiel.
Auch ohne offizielle Vereinbarung mit Lycos wirbt Discount-Provider 1blu um die Kunden von Lycos Webhosting: Speziell für diese bietet 1blu seine Performance-Pakete sowie den Tarif Homepage ProPlus während der gesamten Mindestvertragslaufzeit von drei bzw. sechs Monaten für 0,- EUR/Monat und ohne Einrichtungsgebühr. Für den Kunden bedeutet dies eine maximale Ersparnis von 99,60 EUR.
Während die Prozesse beim Wechsel zu Strato zumindest teilweise automatisiert sind, erfolgen Providerwechsel und Rückerstattung der Gebühren beim Angebot von 1blu manuell. Der Kunde muss dazu seine aktuelle Rechnung von Lycos Webhosting vorlegen und bekommt dann die entsprechenden Monatsgebühren gutgeschrieben. Außerdem verspricht 1blu Unterstützung beim KK-Antrag sowie der Einrichtung der neuen Homepage.
In: 1&1, Lycos Webhosting | Autor: admin | Keine Kommentare »
Die Zerschlagung des vor dem Aus stehenden Internet-Konzerns Lycos Europe hat begonnen: United Internet und damit in erster Linie Deutschlands größter Provider 1&1 Webhosting übernimmt die Lycos Tochter united-domains für einen Betrag von rund 34 Millionen Euro. Der genaue, in Bar zu zahlende Kaufpreis wird erst nach Vorlage des Jahresabschlusses 2008 der united-domains AG mit Sitz in Starnberg bestimmt werden.
Das im Jahre 2000 gegründete und 2004 von Lycos übernommene Unternehmen ist auf Domain-Registrierungen von mehr als 100 weltweiten Domain-Endungen spezialisiert. Durch die Übernahme der rund 180.000 Kunden und ca. 1,1 Millionen Domains von united-domains baut 1&1 Webhosting seine Vormachtstellung in Deutschland und Europa weiter aus.
Die Unternehmensgründer Florian Huber, Alexander Helm und Markus Eggensperger bleiben mit 15% an der Gesellschaft beteiligt und werde auch weiterhin deren Geschäfte leiten.
Insider vermuten, dass sowohl die Starrsinnigkeit dieser drei als auch die fehlende Konsequenz des Lycos Managements zu einem Scheitern des gemeinsamen Domain- und Webhosting-Geschäfts von Lycos und united-domains geführt haben. Während Lycos mit der Übernahme Synergien erzielen und Neukunden für seine Webhosting-Produkte gewinnen wollte, war united-domains weiterhin sehr auf seine Eigenständigkeit bedacht. Eine Integration der Lycos-Produkte fand nur in begrenztem Umfang statt, Hinweise zur gesellschaftsrechtlichen Verflechtung mit Lycos Europe waren kaum zu finden.
Abgesehen von den erzielten Gewinnen konnte Lycos Webhosting daher nicht von united-domains profitieren. Es bleibt abzuwarten, ob United Internet hier eine härterer Gangart fahren und das volle Potenzial eines europaweit führenden Domain-Spezialisten ausschöpfen kann. Zielsetzung der Transaktion dürfte auch für United Internet CEO Ralph Dommermuth in erster Linie die Überführung der united-domains Kunden in hochpreisige Webhosting- und Serverlösungen von 1&1 Webhosting sein.
Lycos Europe hatte vor einigen Wochen das bevorstehende Ende seiner Geschäftstätigkeit bekannt gegeben. Während man die profitablen Geschäftsbereiche – darunter das Geschäft von united-domains – verkauft, werden das mit Verlust arbeitende Portalgeschäft sowie die Sparte Lycos Webhosting eingestellt.
In: Lycos Webhosting | Autor: admin | Keine Kommentare »
Was sich schon seit mehreren Jahren angedeutet hatte, ist jetzt Realität: Mit einer dürren Ad-hoc Meldung im Bereich Investor Relations der Firmen-Homepage hat Lycos am 26. November das baldige Ende der Geschäftstätigkeit angekündigt. Als Ergebnis einer strategischen Prüfung ist das Management des Unternehmens zu der Erkenntnis gelangt, dass ein Gesamtverkauf von Lycos nicht umsetzbar ist. Vor diesem Hintergrund hat man sich dazu entschlossen, die Filetstücke Shopping (Pangora/mentasys), Domains (united-domains.de) sowie das dänische Portalgeschäft (jubii.dk) zu veräußern. Die Portalaktivitäten in allen restlichen Märkten sowie das europäische Webhosting-Geschäft werden eingestellt.
Von dieser Maßnahme betroffen sind 700 Mitarbeiter, von denen voraussichtlich 500 ihre Beschäftigung verlieren werden.
Lycos Webhosting hat nach unserer Einschätzung in Deutschland ungefähr 50.000 zahlende Kunden, die am heutigen Tag per Mail über die Vorkommnisse informiert wurden. Darin informiert das Team von Lycos Webhosting über die bevorstehende Schließung des Geschäftsbereichs Webhosting, der voraussichtlich nur noch bis ins erste Quartal 2009 bestehen wird. Außerdem teilt man den Kunden mit, dass zur Zeit über eine Übertragung der Websites an einen anderen Anbieter verhandelt würde.
Während der Zusammenbruch des werbefinanzierten Portalgeschäfts von Lycos wenig überraschend ist, war ein vergleichbares Schicksal für die Sparte „Premium Webhosting“ nicht erwartet worden. Zwar haben die kostenlosen Homepages von Tripod dem Unternehmen schon seit Jahren in erster Linie immense Kosten für Speicherplatz, Bandbreite und Personal bei vergleichsweise geringen Werbeumsätzen beschert, allerdings galt das Geschäft mit zahlenden Webhosting-, eShop- und vServer-Kunden als vergleichsweise klein, aber profitabel.
Durch zahlreiche Maßnahmen wie der Übernahme der united-domains AG im Jahre 2004, der Auslagerung aller Entwicklungsaktivitäten ins Billig-Lohn-Land Armenien oder der Zentralisierung der Rechenzentren in Stockholm hatte man bei Lycos versucht, das Hosting-Geschäft zum Erfolg zu führen. Leider fehlte es an der nötigen Konsequenz: So hat sich united-domains seit der Übernahme erfolgreich gegen eine wirklich Integration in das Mutterunternehmen gewehrt und über Jahre hinweg in erster Linie weiter eigene Ziele verfolgt.
Es ist davon auszugehen, dass sich ein Provider finden wird, der die Kunden von Lycos Webhosting bei sich „aufnimmt”. Nach der Übernahme von evanzo durch 1blu vor wenigen Wochen wird sich damit demnächst die lange überfällige Konsolidierung auf dem deutschen Webhosting-Markt weiter fortsetzen.