dodisco.de - Webhosting Preisvergleich



Grundlagen und aktueller Stand bei xxx-Domains

In: Rund um die Domain | Autor: admin | Keine Kommentare »

Seit dem 6. Dezember 2011 ist die neue Domain-Endung .xxx aktiv, die speziell für Webseiten aus dem Erotik-Bereich geschaffen wurde. Nachfrage nach den Domains mit der neuen Endung war und ist vorhanden: einen Monat vor der Live-Schaltung der Endung und der allgemeinen Verfügbarkeit der Top-Level-Domain waren bereits 80.000 .xxx Domains registriert.

Auch in Deutschland herrscht ein reges Interesse an der Erotik-Domain-Endung. Einen Tag nach der Einführung waren allein beim deutschen Anbieter United Domains 3.000 .xxx Domains registriert worden. Dabei sind .xxx Domains aufgrund der Gebühren der verwaltenden ICMRegistry im Vergleich zu den „etablierten“ Domains wie .com oder .de relativ teuer und kosten pro Jahr höhere zweistellige Beträge.

Der Einführung einer eigenen Domain-Endung für die Erotik-Branche ging ein jahrelanger Streit voraus. Bereits im Jahr 2000 wurde ein erster Antrag für die Einrichtung von .xxx bei der ICANN gestellt. In Gang kam die Bewerbung nur zögerlich nach einem zweiten Antrag im Jahr 2004. Bis zu einer positiven Entscheidung für die neue Top-Level-Domain vergingen insgesamt 11 Jahre. Insbesondere die USA intervenierten mehrfach gegen die die „Porno-Domain“.

Als Zugeständnis an die Kritiker müssen alle .xxx Webseiten einer Alterseinstufung unterliegen. Außerdem scannt der Antivirenhersteller McAfee alle .xxx-Seiten auf Schadsoftware. Andere Beobachter hoffen sogar auf einen positiven Effekt durch die neue Erotik-Domain. Je mehr Erotik-Angebote ihre Webseiten zu .xxx Domains umziehen, desto einfacher würde eine Blockierung der Seiten z.B. zum Jugendschutz.

Für bekannte Unternehmen, Marken oder Persönlichkeiten sind die neuen Domain-Endungen wie z.B. die geplanten .berlin oder .bayern ein Risiko. Geschäftemacher könnten sich bekannte Namen zu Nutze machen und die entsprechende Domain registrieren um neugierige Besucher einzufangen oder die Domain zu hohen Kosten an den Inhaber des Namens bzw. der Markenrechte zu verkaufen.

Insbesondere bei .xxx Domains ein nicht zu unterschätzendes Risiko, da der eigene Name direkt mit Erotik-Webseiten in Verbindung gebracht wird. Ein „Blocking“ bestimmter .xxx Domainnamen war und ist zwar möglich, aber kostenpflichtig. Diese Tatsache hatte mehrfach für Kritik gesorgt, da Unbeteiligte praktisch gezwungen werden, aktiv zu werden und  finanzielle Ausgaben zum eigenen Schutz zu tätigen.

Trotzdem scheint die neue Domain-Endung ein Erfolg zu werden. Kein Wunder, nahm bis zum Aufstieg von Youtube, Facebook und weiteren sozialen Netzwerken die Erotik-Branche den Großteil des Webseiten-Traffics ein. Auch heute noch ist der Anteil an Erotik-Angeboten und deren Besucher-Anzahl nicht unerheblich. Mit der .xxx Domain haben diese Angebote nun eine Heimat gefunden.


Andrang auf .xxx-Domains schafft Probleme beim Markenschutz

In: Rund um die Domain | Autor: Stefan | 1 Kommentar »

Für Unternehmen mit bekannten Marken ist der 7. September 2011 ein wichtiges Datum. Ab diesem Zeitpunkt können Inhaber von Markenrechten die entsprechende .xxx-Domain (z.B. marke.xxx) blocken lassen wie Golem.de berichtet.

Markenschutz nicht kostenlos

In dieser sogenannten „Sunrise-Phase“ können Markeninhaber gegen eine Gebühr von 200-300 Dollar ihre Markenrechte geltend machen und eine Domain blockieren lassen oder eine bevorzugte Domain Registrierung vornehmen. Laut der verantwortlichen ICM Registry sind fallen diese hohen Kosten an, um die Markenrechte zu überprüfen.

Im gleichen Zeitraum können Unternehmen der Erotikbranche – für die die Domainendung .xxx eingeführt wurde – ihre Domainwünsche geltend machen und nach dem Motto „first come, first server“ registrieren.

Ab Dezember 2011 sind .xxx Domains frei verfügbar

Bestehende Markenrechte werden während der Sunrise-Phase berücksichtigt. Lässt ein Unternehmen seinen Unternehmensnamen oder Markennamen nicht blockieren oder registriert die Domain selbst, kann die Domain ab Dezember 2011 frei registriert werden.

Ab Dezember gilt dann auch keine Beschränkung auf Erotikunternehmen mehr. Ab diesem Zeitpunkt ist die Domainregistrierung unbeschränkt möglich. Die Kosten für eine .xxx Domain werden vermutlich 60 Euro im Jahr betragen.

Missbrauch ist nicht auszuschließen

Kommt es hierbei zu einem Missbrauch, steht Unternehmen evtl. ein langwieriger und kostspieliger Rechtsstreit bevor, in dem sie beweisen müssen, dass eine Domain missbräuchlich, also in „böser Absicht“ registriert wurde. Je nach Konstellation (z.B. bei Namensgleichheit) kann dieser Nachweis allerdings schwer zu führen sein.

Im Fall der .xxx Domains ist der Fall besonders pikant. Bei jeder Domainendung besteht die Gefahr, dass Markennamen verwendet werden, um Besucher auf Konkurrenzangebote oder Schadseiten geleitet werden. Da die Endung .xxx hauptsächlich Erotikseiten vorbehalten sein soll, besteht hier zusätzlich die Gefahr, dass unvorbereitete Besucher auf „Schmuddelseiten“ landen.

Der Domainverwalter ICM Registry will aber zumindest dem Vertrieb von Schadsoftware entgegenwirken sowie rechtswidrige Inhalte blockieren. Das für seinen Anti-Viren-Scanner bekannte Unternehmen McAfee soll die Inhalte der Webhosting Seiten der registrierten Domains überprüfen.

Werden Sie Ihre Marke vor dem Zugriff von Domaingrabbern schützen? Oder halten Sie die Gefahr für überschätzt? Über Ihre Meinung in den Kommentaren würden wir uns freuen.


Neue Domainendungen wie .berlin und .bayern schon Ende 2012 verfügbar?

In: Rund um die Domain | Autor: Stefan | Keine Kommentare »

Was lange währt… wird endlich gut?
Seit Jahren wird international über die Einführung neuer, freier Domainendungen (.gtlds) nachgedacht. Aktuell haben sich auf die Chancen auf die Einführung deutlich verbessert. Die ICANN hat laut Golem.de vergangene Woche den Fahrplan für das Zulassungsverfahren gebilligt.

Hintergründe zu neuen Domainendungen

Eine Internetadresse/URL setzt sich (vereinfacht) aus Domain und Domainendung zusammen, nach dem Schema domainname.tld. Die Domainendungen sind entweder Länderkennungen (wie .de, .at,.ch oder .us) oder allgemeine Endungen wie z.B. .com, .org, .net, .info.

Mit der Neuerungen soll – nach einem Antrags- und Genehmigungsverfahren – praktisch jedes Wort als Domainendung fungieren können. Zahlreiche Initiativen stehen bereits in den Startlöchern, in Deutschland z.B. .berlin für Privatpersonen und Unternehmen aus Berlin, .bayern für bayrische Internetnutzer und .gmbh für GmbHs.

Hohe Kosten und Hürden für Antrag

Jeder Antragsteller muss 185.000$ für die Bearbeitung seines Antrags bezahlen. Darüber hinaus muss er nachweisen, dass er in der Lage ist, als Registrar (wie z.B. die deutsche DENIC) für die neue Domainendung zu agieren.

Neue Chancen, neue Risiken

Bei einigen Initiativen und Webhosting Unternehmen hat die Nachricht über die Zulassung des Bewerbungsverfahrens eine wahre “Goldgräberstimmung” ausgelöst. Kein Wunder, einige dieser meist unternehmerisch organisierten Initiativen betreiben seit Jahren in Politik, Wirtschaft und Bevölkerung Lobbyarbeit für „ihre“ Domainendung.

Sollte die Bewerbung erfolgreich sein und die neue Domainendung etabliert werden, können sie sich (wie bei ähnlichen „Ereignissen“ im Bereich Webhosting/Domains) auf zahlreiche Interessenten freuen. Da abzusehen ist, dass die Kosten die Domain Registrierung einer „neuen Domain“ deutlich oberhalb den klassischen Domains wie .de liegen wird und die Endung allein vom Registrar verwaltet wird, handelt es sich tatsächlich um eine Art “Goldgrube”. Sollte die Bewerbung allerdings scheitern, bleiben die Antragsteller auf den Kosten sitzen.

Aber auch für Verbraucher und insbesondere Unternehmen bergen die neuen Endungen Risiken. Für Markeninhaber ist der Schutz der eigenen Marke oder eines (bekannten) Namens in Domainnamen jetzt schon schwer beherrschbar. Mit der Einführung zahlreicher neuer Domainendungen wird sich dieser Zustand deutlich verschärfen.

Neue Endungen ermöglichen neue Strukturen

Für große Institutionen sind die neuen .gtlds ein zusätzliches Mittel zur Bildung einer Corporate Identity. So sind Adressen nach dem Schema bereich.firma oder ort.firma möglich. Der eigene Online Shop könnte statt unter www.strato.de/webshops/ zukünftig unter www.webshop.strato erreichbar sein, während die Stellenangebote unter jobs.strato präsentiert werden. Bei Unternehmen mit Filialen wäre z.B. Adressen wie www.musterstadt.rewe denkbar.

Wie stehen Sie zu den neuen Domain Endungen? Werden Sie eine Domain mit neuer Endung registrieren? Welches Wort würden Sie als Endung etablieren, wenn Sie die Mittel dazu hätten?


Das Rennen um die neuen Top-Level Domains – Zweifelhafte Vorregistrierungen

In: Rund um die Domain | Autor: Stefan | Keine Kommentare »

Seit Jahren wird über sogenannte neue Top-Level Domains diskutiert. Die Abstimmung innerhalb der ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) zog sich immer wieder hin. Die Aussicht auf eine große Zahl neuer Top-Level Domains hatte auch in Deutschland zahlreiche Befürworter gefunden. Lobby-Initiativen setzen sich z.B. für die neuen Domain-Endungen .bayern und .berlin ein.

Neue Top-Level Domains frühestens 2013

Bis zum heutigen Tag ist allerdings noch keine Entscheidung über die Einrichtung neuer Domain-Endungen gefallen. Eine Domain Registrierung ist daher auch noch nicht möglich. Erst kürzlich legte die ICANN eine aktualisierte Fassung des Bewerbungshandbuch vor. Sollte es keine weiteren Verzögerungen geben, erwartet die ICANN im ersten Quartal 2012 die ersten Bewerbungen für neue Top-Level Domains entgegen nehmen zu können. Diese Termine wurden allerdings noch nicht im Bewerbungshandbuch hinterlegt, weitere Verzögerungen sind also möglich. Jede Bewerbung muss 185.000$ für die Kosten der Evaluierung hinterlegen.

Wann es zu einer endgültigen Entscheidung über neue Domain-Endungen kommt ist derzeit noch nicht sicher zu beurteilen. ICANN rechnet nach Eingang einer Bewerbung mit 9-20 Monaten Bearbeitungszeit. Selbst im günstigsten Fall ist somit 2013 mit der Zulassung erster neuer Top-Level Domains zu rechnen. Bis diese dann technisch erreichbar sind, wird zusätzliche Zeit ins Land gehen.

Geschäfte mit Ängsten und Hoffnungen

Die Aussicht auf neue Top-Level Endungen weckt selbstverständlich auch den Geschäftssinn einiger Anbieter. Obwohl noch keine Entscheidung über einzelne Domain-Endungen getroffen ist, bieten Anbieter schon Vorregistrierungen für neue Top-Level Domains wie .bayern, .berlin oder .gmbh an. Im Fall der .gmbh wird mit angeblich besserer Suchmaschinenplatzierung oder Validierung der Inhaber-GmbH geworben. Außerdem wird mit Alternativen zu bereits belegten .de oder .com-Adressen gelockt.

Während die Vorregistrierung kostenfrei ist, werden bei einer erfolgreichen Registrierung Kosten von 60 Euro oder mehr im Jahr fällig – ein mehrfaches der Kosten für eine etablierte .de Domain. Teilweise versuchen Anbieter im Rahmen der Vorregistrierung den Kunden auch zu einer Buchung von hochpreisigem Webhosting zu verleiten.
Trotzdem wurden offenbar allein mehrere hundert .gmbh-Domains vorregistriert.

Im Zweifel gegen das Angebot

Darüber hinaus sind viele der Versprechen zumindest ungewiss. Ob mit den neuen Top-Level Domains eine bessere Suchmaschinenplatzierung erreicht werden kann, darf bezweifelt werden. Die deutsche Domain-Endung .de besitzt generell einen recht guten Ruf, so dass nicht ohne weiteres davon auszugehen ist, dass ein „Neuankömmling“ ein besseres Ranking erreicht.

Die Verlockung, mit neuen Domain-Endungen Alternativen zu bereits belegten Domains zu finden gilt insbesondere für Firmen nur sehr begrenzt. Hat ein gleich- oder ähnlich-namiger Konkurrent sich bereits die entsprechende .com oder .de Domain gesichert, kann ihm sogar ein markenrechtlicher Unterlassungsanspruch zustehen.

Auf eine Vorregistrierung kann sich auch nicht verlassen werden. Sollte ein anderer Anbieter als Registrar für die neue Top-Level Domain eingetragen werden, ist die Vorregistrierung obsolet.

Fazit: Lieber jetzt aktiv werden als auf die Zukunft hoffen

Wer eine eigene private Homepage oder eine gewerbliche Homepage erstellen will, sollte nicht auf neue Top-Level Domains warten sondern sich jetzt um die Domain Registrierung kümmern. In den etablierten Domain-Endungen, die auch bei den Besuchern Vertrauen genießen, gibt es genügend freie Domains. Sobald die ICANN eine Entscheidung über neue Top-Level Domains trifft, kann immer noch entschieden werden, sich eine der neuen Domains zu sichern. Gerade im Unternehmensbereich sollte nicht auf Luftnummern gesetzt werden.

Was halten Sie von den neuen Top-Level Domains?


Webhosting-Sicherheit: .de-Domain Schutz ab sofort per DNSSEC möglich

In: Rund um die Domain | Autor: Stefan | Keine Kommentare »

Die deutsche Domain Registrierungsstelle Denic hat einen weiteren Schritt zur Absicherung der .de Domain mit dem DNSSEC-Protokoll genommen berichtet golem.de. Der für die Absicherung der .de-Zone erforderliche öffentliche Schlüssel ist nun aktiv.
Ab sofort können damit .de Domains per DNSSEC geschützt werden. Alle Vorbereitungen sind getroffen worden, so dass ab Mitte Juni eine Validierung signierter .de Domains möglich. Die .de-Zone folgt damit einer Vielzahl anderer Adresszonen, so wurden unter anderem bereits .se und .com per DNSSEC abgesichert.

Signierung erfolgt über Webhosting Provider oder eigenhändig

Die Signierung kann dabei über den Webhosting Provider bzw. Domain Anbieter erfolgen oder selbst vorgenommen werden. Im letzten Fall muss sich der Domaininhaber selbst um die Erzeugung von Schlüsseln, Signierung der Zonendaten und notwendige Aktualisierungen vor Ablauf der Gültigkeit kümmern.

Schutz vor Man-in-the-middle-Attacken

Das DNSSEC-Verfahren soll die Nutzer vor Man-in-the-middle Attacken schützen. Ohne signierte DNS-Einträge können z.B. Online-Banking Nutzer ohne ihr Wissen auf eine falsche IP weitergeleitet werden. So könnten dann z.B. die Zugangsdaten für das Online-Banking abgegriffen werden oder Überweisungen abgeändert werden, während dem Nutzer ein korrekter Stand des Kontos suggeriert wird. Diese Angriffe sind für Nutzer ohne genaue Prüfung des Internetverkehrs nicht erkennbar.

Bisher noch kaum Unterstützung durch Anwendungen

Nutzer können die Domain-Signierung allerdings bisher kaum überprüfen. Die Zugangsprovider werten die Ergebnisse bisher kaum aus. Wer einen eigenen BIND DNS-Server im Netzwerk betreibt, kann aber bereits Domains validieren. Überschaubar ist allerdings noch die Zahl der Anwendungen, die die Daten nutzen. Immerhin bietet ein Firefox-Addon die Validierung der Einträge an. Alle anderen Nutzer schauen bisher noch in die Röhre. In Zukunft soll die Überprüfung der Einträge vor allem aber auch durch die Internetzugangsanbieter erfolgen. Mit zunehmender Durchsetzung der DNSSEC-Validierung ist dann auch mit weiteren Anwendungen zu rechnen, die ihre Verbindungen entsprechend absichern.

Werden Sie Ihre Domains per DNSSEC absichern? Wenn ja, nur für eine zukünftige Domain Registrierung oder auch für bereits bestehende Domains?


KK-Antrag: So gelingt der Domain Umzug per Authinfo Verfahren

In: Rund um die Domain | Autor: Stefan | Keine Kommentare »

KK-Antrag wurde vom Authinfo Verfahren abgelöst

Während für viele Top-Level-Domains der KK-Antrag noch das Mittel der Wahl ist, wurde das Verfahren in Deutschland mittlerweile geändert. Seit über einem Jahr ist das Authinfo Verfahren das ausschließlich akzeptierte Verfahren beim Umzug einer .de Domain.

Ein wichtiger Vorteil des Verfahrens ist ein deutlich beschleunigter Domain-Transfer. Sind alle Angaben korrekt und der Auth-Code bei der Bestellung der Domain beim neuen Provider bereits vorhanden, kann ein Domain Umzug in wenigen Stunden „über die Bühne gehen“.

Ablauf des Domain Umzugs

Beim Authinfo Verfahren kündigt der Kunde regulär die .de Domain. Die meisten Provider verlangen hierfür eine schriftliche, unterschriebene Kündigung per Post oder Fax, einige Provider akzeptieren auch eingescannte Formulare per E-Mail. Auf dem Kündigungsformular wird vermerkt, ob eine Schließung und Freigabe der Domain (CLOSE) oder ein Umzug der Domain gewünscht wird.

Wird ein Umzug gewünscht, darf auf keinen Fall eine Schließung (CLOSE) angekreuzt werden. Gibt der alte Provider die Domain frei, kann diese von jedermann neu registriert werden. Gerade bei populären Domains kann eine Domain Registrierung innerhalb von Sekunden geschehen.

Wichtig ist bei der Kündigung, dass alle Daten den Registrierungsdaten der Domain sowie den Kundendaten des Providers entsprechen. Falls eine Änderung der Post- oder E-Mail-Adresse notwendig ist, sollte diese vorher abgeschlossen sein.

Nach Erhalt des unterschriebenen Formulars und dem Wunsch des Domaintransfers senden die meisten Provider den Authinfo Code automatisch an die aktuelle Mailadresse des Domaininhabers. Bei einigen Providern muss der Kunde allerdings nochmal selbst den Versand des Auth-Codes beim Support erfragen. Liegen zwischen Eingang des Kündigungsformulars und dem Kündigungszeitraum mehrere Wochen, wird der Authinfo Code unter Umständen erst kurz vor Ablauf der Frist verschickt. So versendet z.B. STRATO den Code erst 30 Tage vor dem Kündigungstermin an seine Kunden.

Bei der Buchung der Domain beim neuen Provider wird im Regelfall der Authinfo-Code bereits automatisch abgefragt. Die Domainabfrage erkennt bereits registrierte Domains und bittet um direkte Eingabe des Codes. In Einzelfällen muss der Auth-Code auch separat per E-Mail übermittelt werden.

Wichtige Tipps für einen erfolgreichen Umzug

Für einen geordneten Domain Umzug ist es wichtig, die Domain beim bisherigen Provider rechtzeitig zu kündigen. Vorher sollten die eigenen Kontaktdaten, insbesondere die eigene E-Mail Adresse überprüft werden. Sollte es beim Umzug zu Unstimmigkeiten in den Daten kommen, ist der alte Provider zum Schutz der eigenen Kunden verpflichtet, den Transfer zu verweigern. Bei einem Transfer an einen unberechtigten Provider bzw. eine unberechtigte Person wäre eine Rückabwicklung des Transfers sehr aufwändig und könnte zu weiteren Problemen führen (nicht oder falsch zugestellte E-Mails, Nicht-Erreichbarkeit, usw.). Nach Versand der Kündigung sollte man für Rückfragen des bisherigen Providers zur Verfügung stehen.

Wichtig ist die korrekte Schreibweise des Auth-Codes. Da die Authinfo im Normalfall elektronisch übermittelt und in einem Webformular eingegeben wird, bietet es sich an, den Code zu markieren und zu kopieren. Dies schützt vor Verwechslungen bei ähnlichen Buchstaben bzw. Ziffern (z.B. ein großes o mit einer Null). Nach der Eingabe bzw. dem Einfügen sollte die richtige Schreibweise nochmals überprüft werden.

Gründe für Verzögerungen

Kommt es beim Umzug zu Verzögerungen, sind laut DENIC meist drei Hauptprobleme verantwortlich:

  • der bisherige Provider wurde nicht informiert
  • der bisherige Provider wurde zwar informiert, er hat die Authinfo aber noch nicht bei der DENIC hinterlegt
  • es gibt Unklarheiten und der bisherige Provider erreicht den Kunden nicht

Nach einem erfolgreichen Umzug dauert es ca. 6-48 Stunden, bis die Domain vollständig beim neuen Provider erreichbar ist. Verantwortlich hierfür sind die DNS-Server, die Domain Namen beim Aufruf die zugehörige IP-Adresse übermitteln. Da die meisten DNS-Server ihre Daten zwischenspeichern (cachen), sind Domain-Änderungen erst bei Erneuerung der Daten für den Nutzer verfügbar.

Haben Sie noch Fragen zum Thema Domain Umzug oder Domain Registrierung? In den Kommentaren stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.


Streit um Domain: Euroweb und nerdcore.de

In: Rund um die Domain | Autor: Stefan | Keine Kommentare »

Der juristische Streit zwischen dem Unternehmen Euroweb und dem bekannten Blog nerdcore.de hat in den vergangenen Tagen hohe Wellen in deutschen Blogs und Medien geschlagen. Bei einigen Webseiten-Betreibern hat die Pfändung der .de Domain große Verunsicherung ausgelöst. Wir werden versuchen, einige Fragen zu beantworten.

Zum Hintergrund: die Firma Euroweb war vom Betreiber von nerdcore.de scharf für ihr Geschäftsmodell kritisiert werden. Euroweb mahnte einen Blog-Eintrag ab und gewann in Folge auch ein gerichtliches Verfahren. Offenbar aus persönlichen und familiären Gründen erfolgte in beiden Fällen keine Reaktion des Betreibers von nerdcore.de. Als dieser auch Verfahrenskosten nicht übernahm ließ Euroweb die Domain nerdcore.de pfänden. In Folge entbrannte ein heftiger Streit um das Vorgehen von Euroweb. Aktuell hat die deutsche Domain-Registrierungstelle DENIC die Domain wieder ihrem ursprünglichen Besitzer übertragen.
Zahlreiche Fragen sind in dem Verfahren noch offen. So soll der Wert der Domain nerdcore.de von Euroweb bei der Erwirkung des Pfändungsbeschlusses nur mit 100 Euro angegeben worden sein. Schätzungen von Fachleuten zufolge könnte der Wert aber bei bis zu 80.000 Euro liegen.

Muss ich mir Sorgen um meine Domain machen?
Ganz eindeutig: nein. Beim konkreten Fall liegen eine ganze Reihe von Besonderheiten vor, die nicht allgemein übertragbar sind. Wer nicht gegen Rechte anderer verstößt oder Schulden nicht bezahlt, muss sich keine Sorgen machen. Domain-Pfändungen sind in Deutschland eine Seltenheit.

Kann meine Domain „einfach so“ gepfändet werden?
Eine Domain pfänden zu lassen ist alles andere als einfach, wie auch Euroweb erfahren musste. Der Bundesgerichtshof hat hohe Schranken für eine Domain-Pfändung gesetzt. Ohne einen unstrittigen finanziellen Anspruch an den Domain-Betreiber und einen gerichtlichen Pfändungsbeschluss ist dies auf keinen Fall möglich.

Ich benötige meine Domain für berufliche Zwecke. Kann diese auch gepfändet werden?
Wird die Webseite für berufliche Zwecke benötigt (z.B. bei Firmen oder Einzelunternehmern) ist eine Pfändung ganz ausgeschlossen.

Was muss ich bei der Domain Registrierung beachten?
Unabhängig von der Pfändung: Sie sollten eine Domain wählen, die keine Rechte anderer verletzt. Domains mit dem Namen sind immer zulässig, es sei denn es existiert ein sehr bekanntes Unternehmen oder eine Marke. Marken oder Unternehmen als Bestandteil eines Domain Namens sind möglich, wenn durch einen Zusatz deutlich wird, dass es sich um eine inoffizielle Seite handelt. Sind mehrere Produkte oder Firmen unter dem gleichen Namen tätig, so gilt im Regelfall das „first come, first serve“-Prinzip. Bei Unsicherheiten sollte vor der Domain Registrierung eine gute Recherche durchgeführt werden.

Kann die Übergabe meiner Domain in anderen Fällen verlangt werden
Bis auf wenige Ausnahmefälle (z.B. eindeutige Markenverletzung in böswilliger Absicht) kann Ihnen eine Domain nicht entzogen werden. Unterschieden muss aber immer zwischen dem deutschen Recht und den vertraglichen Regelungen mit der Registry der jeweiligen Top-Level-Domain (z.B. .de,.com,.net,.org,.info,.eu,.biz, usw.). Die mit der Registrierung akzeptierten Bedingungen sehen teilweise andere Regelungen vor. Eine gerichtliche Untersagung der Nutzung einer Domain ist möglich, wenn Sie die Rechte anderer verletzen.

Kann mein Webhosting Provider meine Domain sperren?
Die Domain sperren kann er nicht, unter Umständen aber Ihre Webseite. Im Rahmen der Störerhaftung kann der Provider sich verpflichtet sehen, ihre Webseite vom Netz zu nehmen. Dies kann z.B. der Fall sein, wenn der Provider über rechtswidrige Inhalte auf der Webseite informiert wird und Sie nicht in einer Frist erreicht. Auch dies ist aber eine Ausnahme. Denkbar ist es z.B. bei eindeutigen Rechtsverstößen oder Verstößen gegen die AGB des Webhosting Providers. Sehr viel häufiger sind aber Deaktivierungen gehackter oder vireninfizierter Webseiten.

Bitte beachten Sie, dass wir keine Rechtsberatung oder verbindliche Auskünfte geben können. Alle Angaben sind nach unserem Stand korrekt, allerdings ohne Gewähr.


14.-millionste .de Domain Registrierung durch STRATO Webhosting Kunden

In: Rund um die Domain | Autor: Stefan | Keine Kommentare »

Die deutsche Domain-Registry DENIC hat die Registrierung der 14-millionsten .de Domain bekannt gegeben. Laut der DENIC hat die Domain Registrierung durch die Einführung von .de Domains mit „scharfem s“/Eszett einen deutlichen Schub erhalten. Der DENIC zufolge liegt die durchschnittliche Domain Registrierung in den letzten Jahren bei ca. 1 Million pro Jahr.

Wirft man einen Blick auf die Pressemeldungen der letzten Jahre ist allerdings erkennbar, dass Kurve der Domain Registrierungen in den letzten drei Jahren abzuflachen scheint. 12 Millionen Domain Registrierungen wurden im April 2008 gemeldet, 16 Monate später im August 2009 die Registrierung der 13-millionsten Domain. Mit der jetzigen Pressemeldung im November 2010 und dem Hinweis auf gestiegene Nachfrage durch die Eszett-Domains festigt sich der Eindruck, dass das Erreichen der Marke von 15 Millionen .de Domain Registrierungen voraussichtlich erst 2012 zu erwarten ist.

Grund für die langsam abfallenden Neuregistrierungen dürfte nicht gesunkenes Interesse sein. Vielmehr ist anzunehmen, dass paradoxerweise das hohe Interesse an .de Domains Grund für das sinkende Wachstum sein dürfte. Viele Keyword- oder Namen-Domains sind bereits vergeben, so dass ein Ausweichen auf andere Top-Level-Domains wie .net, .org, .info und .eu erfolgt. Auch die steigende Verbreitung von eher exotischen Länder-Domains wie .ws, .im, .me, die sorgt für eine Verbreitung des Webhosting Marktes.

Trotzdem bleibt .de die wichtigste Domain für Webseiten, die sich an Nutzer aus Deutschland richten. Auch die von STRATO Webhosting im Kundenauftrag registrierte 14-millionste .de Domain richtet sich als Homepage eines Shops für Glasdesign an den deutschen Markt. STRATO gratulierte der Kundin und betonte, dass das Beispiel zeige, wie einfach es sei, sich in Deutschland eine Wunschdomain zu registrieren.

Falls Sie Interesse an einer eigenen Domain haben, haben wir auf unseren Informationsseiten zum Thema Domain Registrierung die wichtigsten Informationen für Sie bereit gestellt.


Domain Registrierung: DENIC erlaubt .de-Domains mit “ß”

In: Rund um die Domain | Autor: Stefan | Keine Kommentare »

Nach der Vergabe von Ein- und Zwei-Buchstaben-Domains steht Deutschland die nächste außergewöhnliche Domainvergabe ins Haus. Ab dem 16. November erlaubt die deutsche Domain-Registrierungstelle DENIC den Buchstaben „ß“ in Domainnamen. Die DENIC folgt damit einem veränderten Standard, der seit August auch das „scharfe S“ in Domain-Namen zulässt. Nach der Zulassung von Umlaut-Domains und Kurzdomains fällt damit eine der letzten Einschränkungen durch die DENIC bei der Domain Registrierung.

Bisher waren alle Domains mit „ss“ in vielen Browsern oder E-Mail-Clients auch über ihre Entsprechung mit „ß“ erreichbar. Einigen Nutzern wird daher ab dem 16. November eine Überraschung bevor stehen, da unter der bekannten Adresse unter Umständen andere Inhalte abrufbar sein werden.

Alle bisherigen Inhabern einer Domain mit „ss“ stand daher bis zum 12. November in einer sogenannten „Sunrise-Phase“ eine bevorzugte Domain Registrierung zu. Diese konnte am einfachsten über den Webhosting Provider der bisherigen Domain abgewickelt werden. Wer beispielsweise Inhaber der Domain strasse.de war, hatte ein Vorrecht auf die Domain straße.de. Mit der Vorregistrierungsphase soll sichergestellt werden, dass es zu keinen missbräuchlichen Registrierungen kommt. Andernfalls hätten Inhaber von Namens- oder Markenrechten oder populären Domains mit „Domain-Grabbing“ rechnen müssen,

Direkt nach dem Ende der Vorregistrierungsphase werden die Domains ihren Inhabern zugeteilt und sind auch über die WHOIS-Abfrage auf der DENIC-Homepage abrufbar. Interessenten können also schon vor Beginn der allgemeinen Registrierungsphase überprüfen, ob die gewünschte Domain zum Start verfügbar sein wird.

Mit dem 16. November endet die Sunrise-Perriode. Ab diesem Zeitpunkt können Domains mit einem „scharfen S„ von jedem nach dem bekannten „First come, first serve“-Prinzip registriert werden. Alle bis dahin nicht registrierten Namen stehen damit der Domain Registrierung offen und werden demjenigen zugeteilt, der die Domain zuerst beantragt hat.
Im Gegensatz zur Sunrise-Phase findet also (wie bei allen anderen .de-Domains auch) keine Überprüfung auch Namens- oder Markenrechte sowie ähnlich klingende Domains statt. Sollte eine ähnlich klingende Domain also nach dem 16. November registriert werden, müssen sich Domaininhaber entweder mit der Ähnlichkeit abfinden, oder auf rechtlichem Weg eine Übernahme der fraglichen Domain verfolgen.

Falls Sie Interesse an einer Domain mit „ß“ oder einer anderen Domain haben, bieten wir Ihnen auf unserer Seite zum Thema „Domain Registrierung“ eine Übersicht über die wichtigsten Provider und die Preise.


Millionen Domains nicht erreichbar: DENIC legt .de-Domains lahm

In: Rund um die Domain | Autor: Stefan | Keine Kommentare »

Aufgrund eines Kopierfehlers beim Einspielen aktueller Daten in die Nameserver der DENIC ist es am vergangenen Mittwoch dem 12.05.2010 zu einem großflächigen Ausfall der deutschen .de-Domainzone gekommen. Wie Golem.de meldet wurde der Kopiervorgang bei 12 von insgesamt 16 Servicestandorten der DENIC unterbrochen. Zu diesem Zeitpunkt war ungefähr ein Drittel der Daten übertragen worden, so dass von insgesamt über 13 Millionen deutschen Domains fast 9 Millionen .de-Domains für die Anwender nicht erreichbar waren. Betroffen waren nicht nur die Nutzer von Webhosting-Angeboten und deren Besucher, auch Anwender, die einen Root- oder Managed Server mieten, konnten ihre Dienste nur noch über die IP-Adresse des Servers erreichen.

Erste Berichte über Probleme bei der Auflösung von Domain-Namen gab es in der Mittagszeit gegen 13.30 Uhr. Erstaunerlicherweise dauerte es offenbar einige Zeit, bis der Fehler der DENIC bekannt war, da die DENIC gegenüber Golem noch gegen 13.45 Uhr meldete, dass keine Fehler bekannt seien. Erst gegen 14.20 Uhr schaltete die zentrale deutsche Domain-Registrierungsstelle die fehlerhaften Standorte nach und nach ab. Erst um 15.45 Uhr waren alle 16 Nameserver wieder erreichbar. Da die meisten Internet-Provider die Abfragen der Nameserver allerdings in einem Cache zwischenspeichern, kam es für Anwender bis in die frühen Abendstunden zu Problemen.

Weitere Top-Level-Domains waren im übrigen nicht betroffen. So gab es bei den internationalen Domains wie .com, .net, .org oder .info keine Probleme. Auch bei den weiteren deutschsprachigen Domainendungen Österreichs .at und der Schweiz .ch hatte die Störung keine Auswirkungen.

Während des Störungszeitraums musste die DENIC auch die Domain Registrierung deaktivieren, da die Last auf die Registrierungs-Server ungewöhnlich hoch war. Viele Nutzer gingen offenbar davon aus, dass die nicht-erreichbaren Domains nicht vergeben waren. Dies führte zu einem regelrechten Run auf die Domain-Registrierung, da auch viele kommerziell interessante deutsche Domains von den Störungen betroffen waren. Die DENIC versichert aber, dass es zu keinen Datenverlusten in der Registrierungsdatenbank kam und daher keine Domains fälschlicherweise gelöscht wurden.

Durch die Domain-Störungen kam es auch zu Problemen bei allen Diensten, die auf der Erreichbarkeit von Diensten über das Internet basieren. So berichte zum Beispiel der Webhosting- und Telefonie-Provider 1&1 in seinem Blog, dass es auch zu Störungen bei der Voice-over-IP-Telefonie (VoIP) kam, auf der viele Telefonanschlüsse heutzutage aufsetzen.

Gravierender als die kurzfristige Nicht-Erreichbarkeit von Internetseiten dürften aber die Probleme bei der Email-Auslieferung sein. Normalerweise sollten Mailserver die Anwender informieren, wenn eine Email wegen einer nicht-existenten Domain nicht ausgeliefert werden kann. Allerdings halten sich offenbar nicht alle Server an diese Konventionen, so dass unter Umständen Mails nicht zugestellt wurden ohne dass der Anwender eine Fehlermeldung erhalten hat. Bei wichtigen Emails, die in der betroffenen Zeit versandt worden sind, sollte man also beim Empfänger erkundigen, ob die Email erhalten wurde.

Allerdings hatte die Nicht-Zustellung von Emails für einige Anwender auch eine positive Seite. Durch das insgesamt reduzierte Email-Aufkommen wurde auch deutlich weniger Spam zugestellt. Auch für einige Arbeitnehmer und Selbstständige dürfte die zeitweise Ruhe im Posteingang nicht nur negative Folgen gehabt haben. Einige Stunden konnte in Ruhe gearbeitet werden, ohne durch dringende Mails gestört zu werden.