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Millionen Domains nicht erreichbar: DENIC legt .de-Domains lahm

In: Rund um die Domain | Autor: Stefan | Keine Kommentare »

Aufgrund eines Kopierfehlers beim Einspielen aktueller Daten in die Nameserver der DENIC ist es am vergangenen Mittwoch dem 12.05.2010 zu einem großflächigen Ausfall der deutschen .de-Domainzone gekommen. Wie Golem.de meldet wurde der Kopiervorgang bei 12 von insgesamt 16 Servicestandorten der DENIC unterbrochen. Zu diesem Zeitpunkt war ungefähr ein Drittel der Daten übertragen worden, so dass von insgesamt über 13 Millionen deutschen Domains fast 9 Millionen .de-Domains für die Anwender nicht erreichbar waren. Betroffen waren nicht nur die Nutzer von Webhosting-Angeboten und deren Besucher, auch Anwender, die einen Root- oder Managed Server mieten, konnten ihre Dienste nur noch über die IP-Adresse des Servers erreichen.

Erste Berichte über Probleme bei der Auflösung von Domain-Namen gab es in der Mittagszeit gegen 13.30 Uhr. Erstaunerlicherweise dauerte es offenbar einige Zeit, bis der Fehler der DENIC bekannt war, da die DENIC gegenüber Golem noch gegen 13.45 Uhr meldete, dass keine Fehler bekannt seien. Erst gegen 14.20 Uhr schaltete die zentrale deutsche Domain-Registrierungsstelle die fehlerhaften Standorte nach und nach ab. Erst um 15.45 Uhr waren alle 16 Nameserver wieder erreichbar. Da die meisten Internet-Provider die Abfragen der Nameserver allerdings in einem Cache zwischenspeichern, kam es für Anwender bis in die frühen Abendstunden zu Problemen.

Weitere Top-Level-Domains waren im übrigen nicht betroffen. So gab es bei den internationalen Domains wie .com, .net, .org oder .info keine Probleme. Auch bei den weiteren deutschsprachigen Domainendungen Österreichs .at und der Schweiz .ch hatte die Störung keine Auswirkungen.

Während des Störungszeitraums musste die DENIC auch die Domain Registrierung deaktivieren, da die Last auf die Registrierungs-Server ungewöhnlich hoch war. Viele Nutzer gingen offenbar davon aus, dass die nicht-erreichbaren Domains nicht vergeben waren. Dies führte zu einem regelrechten Run auf die Domain-Registrierung, da auch viele kommerziell interessante deutsche Domains von den Störungen betroffen waren. Die DENIC versichert aber, dass es zu keinen Datenverlusten in der Registrierungsdatenbank kam und daher keine Domains fälschlicherweise gelöscht wurden.

Durch die Domain-Störungen kam es auch zu Problemen bei allen Diensten, die auf der Erreichbarkeit von Diensten über das Internet basieren. So berichte zum Beispiel der Webhosting- und Telefonie-Provider 1&1 in seinem Blog, dass es auch zu Störungen bei der Voice-over-IP-Telefonie (VoIP) kam, auf der viele Telefonanschlüsse heutzutage aufsetzen.

Gravierender als die kurzfristige Nicht-Erreichbarkeit von Internetseiten dürften aber die Probleme bei der Email-Auslieferung sein. Normalerweise sollten Mailserver die Anwender informieren, wenn eine Email wegen einer nicht-existenten Domain nicht ausgeliefert werden kann. Allerdings halten sich offenbar nicht alle Server an diese Konventionen, so dass unter Umständen Mails nicht zugestellt wurden ohne dass der Anwender eine Fehlermeldung erhalten hat. Bei wichtigen Emails, die in der betroffenen Zeit versandt worden sind, sollte man also beim Empfänger erkundigen, ob die Email erhalten wurde.

Allerdings hatte die Nicht-Zustellung von Emails für einige Anwender auch eine positive Seite. Durch das insgesamt reduzierte Email-Aufkommen wurde auch deutlich weniger Spam zugestellt. Auch für einige Arbeitnehmer und Selbstständige dürfte die zeitweise Ruhe im Posteingang nicht nur negative Folgen gehabt haben. Einige Stunden konnte in Ruhe gearbeitet werden, ohne durch dringende Mails gestört zu werden.


Die eigene Domain – Alternativen zur .de Domain

In: Rund um die Domain | Autor: Stefan | Keine Kommentare »

Für die allermeisten Nutzer ist die deutsche Domainendung .de immer noch das Mittel der Wahl wenn sie eine private Homepage erstellen wollen. Allein im letzten Jahr wurden bei der deutschen Domain-Registry DENIC 770.000 neue Domains registriert. Insgesamt meldete die DENIC Anfang 2010 bereits über 13 Millionen .de-Domains.

Auf 1000 Bundesbürger kommen mittlerweile 147 deutsche Domains. Allerdings gibt es große regionale Unterschiede, insbesondere auch zwischen Städten und ländlichen Regionen. So kommen in Osnabrück 451 registrierte .de Domains auf 1000 Einwohner, in München sind 375 und in Bonn 376 deutsche Domains pro 100 Einwohner registriert. Auch bei den Bundesländern liegen die Städte vorn, Hamburg liegt mit 213 Registrierungen pro 1000 Einwohnern an der Spitze, gefolgt von Berlin. Das Flächenland mit der höchsten Domain-Dichte ist Bayern mit 178 Domains, absolutes Schlusslicht ist Sachsen-Anhalt mit nur 64 Domains pro 1000 Einwohnern..

Absolut ist Berlin mit über 731.000 registrierten Domains die bundesdeutsche Domain-Hochburg, gefolgt von München mit 511.000 Domains und Hamburg mit 481.000 Domains.

Über 13 Millionen registrierte .de Domains bedeutet aber auch, dass die wichtigsten Namen oder Begriffe bereits vergeben sind. So kann es sinnvoll sein, sich auch bei anderen Top-Level-Domains umzusehen. So ist insbesondere für Unternehmen die eine gewerbliche Homepage erstellen wollen die Domainendung .com interessant, trotz einer zwischenzeitlichen Aufhebung der Beschränkungen immer noch Symbol für Unternehmen (commercial). Mit über 90 Millionen registrierten Domains ist .com die mit Abstand erfolgreichste Domain überhaupt. Unternehmen, die international aktiv oder unter anderem auf dem US-amerikanischen Markt aktiv sind, kommen an einer .com-Domain kaum vorbei. Für Unternehmen, deren Firmen- oder Produktname nicht mehr als .com registrierbar ist, stellt die Endung .biz eine Alternative dar.

Auch die jüngere Domainendung .eu ist sowohl für Unternehmen als auch für Privatpersonen interessant. Seit der ersten Freigabe im Jahr 2005 wurden über 3 Millionen .eu Domains registriert. Allein der Unterschied zu 13 Millionen .de-Domains macht deutlich, dass viele Begriffe oder Namen noch zu vergeben sind.

Es stehen noch viele weitere Domain-Endungen bereit. Sehr bekannt sind z.B. noch .org (ehemals für Organisationen), .net (ursprünglich für Netzverwaltungseinrichtungen) oder .info (geplant für Informationsangebote). Will man für Mobilgeräte optimierte Webseiten anbieten, ist die Endung .mobi interessant.

Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Domainendungen. Einige Länderdomains werden häufig „zweckentfremdet“, um sprachliche Internetadressen wie z.B. go.to, do.it oder find.me zu erstellen. Hier muss man allerdings die Kosten genau prüfen. Während bei .de-Domains zum Teil nur einstellige Eurobetrag pro Jahr anfallen, kann die Jahresgebühr bei außergewöhnlichen Länderdomains weit über 150 Euro betragen.

Wir haben für sie eine Übersicht über die wichtigsten Provider zusammengestellt, bei denen sie ihre Domain Registrierung vornehmen können. Sie können direkt per Formular prüfen, ob ihre gewünschte Domain noch erhältlich ist und mit einem Blick die Preise vergleichen.


Augen auf beim Domainverkauf: Betrug mit Domainbewertungen

In: Rund um die Domain | Autor: admin | 1 Kommentar »

Als Inhaber zahlreicher ungenutzter Domain Registrierungen habe ich mich vor kurzem entschlossen, einige davon auf der Domain-Handelsplattform Sedo zum Verkauf anzubieten. Nur wenige Tage später erhielt ich bereits eine erste diesbezügliche Mail, allerdings nicht über das System von Sedo sondern an die im Whois hinterlegte Kontaktadresse einer der Domains.

Inhalt der englischsprachigen Nachricht: Man sei professionell im Handel mit Domains und Web-Projekten tätig und an einer der zum Verkauf anstehenden Domains interessiert. Ich möge doch bitte eine entsprechende Preisvorstellung übermitteln. Inhalt und Aufmachung der Mail waren durchaus seriös, lediglich die zur Absender E-Mail gehörende Website (thedomaininvestors.com) machte mich etwas stutzig, da keine eigenen Inhalte hinterlegt waren sondern auf eine eher schlecht gemachte Affiliate-Seite zum Thema Webhosting weitergeleitet wurde.

Ich schrieb zurück und teilte dem “Interessenten” mit, dass ich keine feste Preisvorstellung für die betreffende Domain Registrierung hätte. Ich bat vielmehr um die Abgabe eines Angebotes. Dieses kam dann auch wenige Stunden später in folgender Mail:

Betrugsversuch Domainverkauf

Nach Durchsicht dieser Nachricht dämmerte es mir so langsam: Das Angebot von 5.000 USD war für die betreffende Domain völlig überzogen und hatte offensichtlich nur den Zweck, das Interesse beim Verkäufer zu wecken und diesen zur Bestellung einer kostenpflichtigen Domainbewertung bei einem der genannten Anbieter zu bewegen. Um den Umsatz zu maximieren wird mehrfach darauf hingewiesen, dass ein manuell erstelltes Gutachten (ab ca. 50 USD) erforderlich sei. Günstigere Anbieter würden angeblich mit automatisierten Prozessen arbeiten und seien deswegen nicht akzeptabel.

Eine kurze Recherche in den Sedo FAQ’s bestätigte meine Einschätzung, denn dort ist die Masche offensichtlich seit längerem bekannt und es wird gleichsam gewarnt: Wer auf das verlockende Angebot eingeht und dem “Interessenten” die gewünschte Bewertung vorlegt kann davon ausgehen, nie wieder von diesem zu hören.

Fazit: Auch wenn es verlockend sein mag, beim Verkauf von Domains die Provision der Handelsplattformen zu sparen und sich direkt mit einem Interessenten zu einigen, so birgt diese Vorgehensweise erhebliche Risiken. Die komplette Abwicklung über die Plattform bietet dank der verschiedenen Sicherheitsmechanismen den besten Schutz vor Betrügern, finanziellen Verlusten oder Problemen beim Providerwechsel. Auch offensichtlich überhöhten Angeboten, die eine kostenpflichtige Vorleistung erfordern, sollte man mit einer gesunden Portion Skepsis entgegnen und sich umfassend informieren.


.eu-Domains mit Umlauten gestartet

In: Rund um die Domain | Autor: admin | Keine Kommentare »

Seit ihrem Start im April 2006 sind bereits ca. 3 Millionen .eu Domain Registrierungen konnektiert worden. Die europäische Top-Level-Domain ist damit zu einer weiteren großen Erfolgsgeschichte im internationalen Domaingeschäft geworden.

Seit dem 10. Dezember ist es nun in 27 europäischen Staaten endlich möglich auch .eu.-Domains mit Umlauten zu registrieren. Der Startschuss (im Fachjargon auch als “Landrush” bezeichnet)
erfolgt im Anschluss an eine mehrwöchige Vorbereitungphase in der lediglich Vormerkungen bei den offiziellen EURid Registrierstellen abgegeben werden konnten.
EURid (European Registry of Internet Domain Names) verwaltet die .eu-Domains im Auftrag der Europäischen Kommission.

Mit der neuen Regelung können nicht nur deutsche Umlaute sondern z.B. auch griechische oder kyrillische Schriftzeichen als Bestandteil der Domain registriert werden.
Trotzdem war das Interesse an den neuen Domains in Deutschland am größten, danach folgten die Tschechische Republik und Frankreich. Die zehn ersten Registrierungen kamen alle aus
Deutschland, dazu gehören Domains wie ärzte.eu, börse.eu oder flüge.eu.


DENIC macht den Weg frei für neue .de Domains

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Wie die DENIC heute bekannt gegeben hat werden ab dem 23. Oktober zahlreiche Beschränkungen bei der Registrierung von .de Domains aufgehoben. Dies bedeutet, dass in Zukunft auch ein- und zweistellige Domain Registrierungen sowie reine Zifferndomains konnektiert werden können. Außerdem sind in Zukunft u.a. auch Kfz-Kennzeichen als Domain möglich.

Die DENIC (Deutsches Network Information Center) als Vergabestelle für .de Domains zieht damit die Konsequenzen aus dem sogenannten “VW-Urteil”. Der VW-Konzern hatte im letzten Jahr vor dem OLG Frankfurt einen Anspruch auf die zweistellige Domain vw.de durchgesetzt. VW stützte sich in seiner Argumentation auf das Wettbewerbsrecht und beklagte eine Benachteiligung gegenüber Konkurrenten wie BMW. Während deren Marke unter www.bmw.de für jedermann im Internet erreichbar sei, führe die Eingabe von www.vw.de lediglich zu Enttäuschungen beim Nutzer.

Angesichts der Tatsache, dass gerade kurze und einprägsame Domains mittlerweile einen enormen finanziellen Wert haben, wird die Vergabe der wenigen neuen .de TLDs mit Spannung erwartet. Das entsprechende Registrierungsverfahren startet bereits am 23. Oktober um 9 Uhr deutscher Zeit und läuft nach dem “First come - first served” Prinzip. Dies bedeutet, dass Webhosting-Provider Vor-Registrierungen für die neuen Domains sammeln und ab dem Start der Einführungsphase elektronisch übermitteln können. Dabei werden maximal 4 Anträge von jedem Provider pro Minute angenommen. Wer in diesem Verfahren zuerst seinen Anspruch an einer Domain Registrierung anmeldet erhält auch automatisch den Zuschlag.

In diversen Internetforen und einschlägigen Blogs wurde schon heftige Kritik an dem Vergabeverfahren sowie dem Verhalten diverser Marktteilnehmer geübt. In der Tat scheinen die Chancen auf die Registrierung einer der neuen .de Domains für einen normalen Webmaster gegen Null zu tendieren.

Auf evtl. Markenrechte wird bei diesem Vergabeverfahren keine Rücksicht genommen. Da aber viele der neu zu vergebenen Domains (zumindest vielleicht) markenrechtlich geschützt sind wird mit einer Klagewelle im Anschluss an die Erstregistrierung gerechnet. Bei so manchem Domain-Profi könnte daher die Euphorie nach erfolgreicher Registrierung sehr bald einer großen Ernüchterung weichen.


Strato Webhosting registriert 13-millionste .de Domain

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Die Zahl der registrierten .de Domains steigt unaufhaltsam weiter: Der zum Verkauf stehende Berliner Provider Strato Webhosting konnektierte vor kurzem mit gallery-december.de die 13-millionste .de Domain seit ihrer Einführung im Jahre 1986.

Die .de Domain ist damit die zweitpopulärste Länderkennung weltweit, über noch mehr Einträge verfügt lediglich die chinesische .cn Domain Registrierung sowie die nicht längerbezogene Top-Level-Domain (TLD) .com, die weltweit für kommerziell betriebene Websites verwendet wird. 

Man unterscheidet diesbezüglich die sogenannten CCTLD’s (”Country code Top-Level-Domains”) wie z.B. .de oder .cn sowie die längerübergreifend verwendeten GTLD’s (”Generic Top-Level-Domains”) wie .com oder .net.

Als ausschlaggebende Faktoren für den großen Erfolg der deutschen TLD gelten die schnellen und einfachen Prozesse - welche über das Deutsche Network Information Center (DENIC) abgewickelt werden - sowie die vergleichsweise geringen Kosten. Aktuell werden jeden Tag ungefähr 3.000 .de Domain registriert, das entspricht mehr als zwei neuen Domains pro Minute.


KK-Antrag richtig gemacht: So funktionieren Domainumzug und Providerwechsel

In: Rund um die Domain | Autor: admin | Keine Kommentare »

Über einen Providerwechsel können Sie Ihre bereits bestehende Domain Registrierung auch dann weiterhin nutzen, wenn Sie mit der Performance oder dem Support Ihres aktuellen Webhosting-Providers unzufrieden sind oder bei einem anderen Anbieter einen besseren Tarif gefunden haben.

Was ist eigentlich ein KK-Antrag?

Der Domainumzug funktioniert über einen sog. “KK-Antrag”. KK steht dabei für “Konnektivitäts-Koordination” und regelt den formalen Ablauf bei einem Providerwechsel. Im Rahmen des KK wird dem für die jeweilige Domain zuständigen NIC (Network Information Center - für .de Domains ist dies die DENIC) mitgeteilt, welche Änderungen sich durch den Providerwechsel bei Admin-C (Domain-Inhaber), Tech-C (Technischer Verwalter) und Zone-C (Zonen-Verwalter) ergeben.

Der Begriff KK-Antrag gilt streng genommen lediglich für .de Domains, wird aber von den meisten Webhosting-Providern auch für andere Domain-Endungen verwendet. Zu unterscheiden ist der Providerwechsel von der Löschung einer Domain Registrierung (”Close”), da hier der Domain-Inhaber alle Rechte an der Domain Registrierung aufgibt. Wenn Sie mit Ihrer Domain zu einem anderen Provider wechseln möchten, sollten Sie auf keinen Fall die Domain Registrierung löschen, um diese dann anschließend beim neuen Anbieter wieder zu registrieren. Bei diesem Vorgehen steht die Domain nach der Löschung zumindest kurzzeitig für jedermann zur Registrierung zur Verfügung und Sie laufen Gefahr, Ihre Domain zu verlieren!

Normalerweise fallen für einen Providerwechsel keine Kosten an, manche Provider (z.B. Loomes) erteilen sogar Gutschriften, wenn Sie mit Ihrer Domain Registrierung zu ihnen umziehen.

Obwohl an einem KK-Antrag immer mehrere Parteien (alter Provider, neuer Provider, Kunde, NIC) beteiligt sind, ist im Regelfall für Sie Ihr neuer Webhosting-Provider der einzige Ansprechpartner. Es ist aber empfehlenswert, den alten Provider möglichst frühzeitig über den bevorstehenden KK-Antrag zu informieren, damit später im Prozess Probleme vermieden werden.

So läuft der KK-Antrag ab

  • Informieren Sie Ihren alten Webhosting-Provider vor Beginn des Providerwechsels formlos darüber, dass in Kürze ein KK-Antrag eingehen wird. Geben Sie die betreffende Domain sowie evtl. Ihre Kunden-Nummer an, damit Ihre Anfrage schnell zugeordnet werden kann.
  • Sobald Ihr KK-Antrag beim neuen Provider vorliegt, wird dieser über die DENIC den alten Provider kontaktieren. Sobald dieser dem KK-Antrag zustimmt oder aber auf die Anfrage nicht antwortet, wird dem Antrag stattgegeben und die entsprechenden technischen Änderungen veranlasst.
  • Damit der alte Provider einem eingehenden KK-Antrag zustimmen kann, benötigt er natürlich die explizite Zustimmung des Kunden. Diese wird im Regelfall über ein Formular eingeholt, dass Sie ausfüllen, unterschreiben und an den neuen Provider faxen müssen. Von dort wird es dann an die DENIC und den alten Provider weitergeleitet.

Wie Sie sehen, ist ein Domainumzug eine ziemlich komplizierte Sache. Zum Glück haben Sie als Kunde damit in den meisten Fällen nicht viel zu tun sondern müssen lediglich die Bestellung bei Ihrem neuen Provider und ggfs. eine Info an den alten Provider absenden.

Was tun, wenn der KK-Antrag abgelehnt wird?

Der alte Webhosting-Provider hat drei Möglichkeiten, um auf einen eingehenden KK-Antrag zu reagieren:

  • ACK (acknowledged) = Providerwechsel wird akzeptiert
    Wunschzustand, bei dem Ihr alter Anbieter dem Domainumzug zustimmt und die whois-Daten für Ihre Domain Registrierung beim zuständigen NIC geändert werden.
  • LateACK = Providerwechsel wird nachträglich akzeptiert
    Der alte Provider hat nach der Ablehnung eines Providerwechsels für eine kurze Zeit die Möglichkeit, diesen Antrag nachträglich zu genehmigen. Das Ergebnis ist dann identisch mit einem ACK.
  • NACK (not acknowledged) = Providerwechsel wird abgelehnt
    Es ist gewiss zutreffend, dass Webhosting-Provider kein Interesse daran haben, Kunden zu verlieren und deswegen den Domainumzug zu einem anderen Anbieter tendenziell eher schwierig gestalten. Trotzdem handelt es sich um Ausnahmen, wenn ein KK-Antrag absichtlich abgelehnt wird, um den Kunden den Providerwechsel künstlich zu erschweren.

Es ist richtig vom Provider bei Unsicherheit einen vorliegenden KK-Antrag abzulehnen, da es sonst leicht wäre, Domains ohne Wissen und Zustimmung des Domain Inhabers zu einem anderen Provider umzuziehen. Spektakuläre Beispiele für derartige Aktionen waren in der Vergangenheit die Domains ebay.de und google.de, die beide aufgrund von Untätigkeit seitens des Providers von Scherzbolden für kurze Zeit und selbstverständlich ohne die Zustimmung der Domain Inhaber zu einem anderen Provider umgezogen werden konnten.

Wenn Ihr KK-Antrag abgelehnt wurde, sollten Sie den alten Provider kontaktieren, Ihre Zustimmung zum Domainumzug erteilen und ggfs. - sofern nicht bekannt - auf die Möglichkeit zu einem LateACK hinweisen. Sie haben grds. das Recht, jederzeit einen Providerwechsel durchzuführen. Es kann Ihnen lediglich passieren, dass Ihr alter Provider auf die Zahlung der Gebühren für die Domain Registrierung für den Rest der Mindestvertragslaufzeit besteht. Eine Ausnahme gilt für com / net / org / biz Domains: Hier gibt es direkt nach der erstmaligen Domain Registrierung eine 60tätige Sperrfrist, während der kein Domainumzug möglich ist.


Strato mit .de Domain Registrierung Nummer 11.111.111

In: Rund um die Domain | Autor: Stefan | Keine Kommentare »

Webhosting, Domain Registrierungen und Homepages werden immer mehr zu einem absoluten Massenprodukt: Die deutsche Domain-Vergabestelle DeNIC und der Berlin Webhosting Provider Strato vermelden jetzt die 11.111.111te “.de”-Domain Registrierung durch einen Geschäftsmann aus Westfalen. Neben der Internet-Adresse pressious.de hat der Geschäftsmann aus Gronau außerdem fünf weitere Domain Registrierungen abgeschlossen, um damit seine Druckerei europaweit bekannt zu machen.

Die “.de”-Domain ist nach der beliebten “.com”-Domain, die ursprünglich vor allem für kommerzielle Angebote vorgesehen war, die wichtigste Domain im weltweiten Internet. Seit 1998 haben Millionen Deutsche unter dem Motto “wunschname.de” ihre persönliche Adresse im Internet. Grund für die starke Verbreitung sind günstige Preise und wenig Bürokratie bei der Vergabe der Domains. Durchschnittlich zwei “.de”-Domains werden pro Minute vergeben. Mit jetzt 11.111.111 Adressen ist .de die erfolgreichste Länderdomain (”country code top-level domain” oder kurz “ccTLD”), auf den nächsten Plätzen folgen .co.uk (ca. 8.500.000) und .nl mit knapp über 2.000.000 Domain Registrierungen.


Eigene Domain: So registrieren Sie Ihre eigene Domain

In: Rund um die Domain | Autor: admin | Keine Kommentare »

Ohne eine eigene Domain ist eine anständige Website nicht vorstellbar - aber was ist eine Domain eigentlich?

Wenn man das Internet mit unserer (richtigen) Welt vergleicht, so ist eine Domain vergleichbar mit einer Postanschrift, die es jedermann ermöglicht, eine Adresse im World-Wide-Web (WWW) zu finden und einwandfrei zuzuordnen. Während eine Postadresse z.B. Musterstrasse 25 in Musterhausen lautet, so heisst eine Internet-Adresse (also ab sofort eine Domain) z.B. meinehomepage.de. Der erster Teil dieser Adresse wird dabei vom Inhaber der Domain frei gewählt, der zweite Teil (in diesem Beispiel das .de) sagt zumeist etwas über die Herkunft der mit der Adresse verknüpften Homepage aus.

Während die Domain Registrierung von Adressen mit der Endung .de nur für deutsche Staatsbürgern möglich ist (die österreichischen bzw. schweizerischen Gegenstücke heissen .at und .ch), lassen Endungen wie .com oder .net zumeist auf ein international tätiges Unternehmen schliessen. Inzwischen verwässert diese grundsätzliche Regel aber mehr und mehr, weil immer mehr der eigentlich gewünschten Domain-Endungen bereits besetzt sind (jede Domain kann natürlich - analog zu einer Postanschrift - nur einmal vergeben werden) und die Domain-Käufer deswegen auf die noch freien Endungen ausweichen. Dies erklärt dann auch, warum die Schreinerei Müller die eigene Domain schreiner-müller.com besitzt, die Expansion ins europäische Ausland aber immer noch nicht in Angriff genommen hat…

Die Zahl der weltweit registrierten Domains ist riesig: Die populärste Domain-Endung ist .com mit über 23 Millionen vergebenen Domains. Die beliebteste Länder-Endung ist .de für Deutschland mit inzwischen weit mehr als 10 Milllionen Registrierungen. Da muss man schon kreativ sein, wenn man noch einen sinnvollen freien Namen für die eigene Domain ergattern möchte.

Welche Domain ist denn nun die richtige für mich?

Dies ist die erste und wichtigste Frage, die Sie sich stellen sollten, sobald Sie sich ernsthaft mit dem Thema “Eigene Domain” beschäftigen. Der Teil vor dem Punkt (siehe oben) ist dabei voll und ganz Ihrer Phantasie überlassen (es gilt aber der Grundsatz: Je einfacher und aussagekräftiger, desto besser), wichtig ist vor allem die Endung der Domain (auch als Top-Level-Domain oder TLD bezeichnet):

- .com Domains deuten auf ein professionelles, international ausgerichtetes Angebot aus, das oftmals mehrsprachig ist. Diese sind perfekt, wenn Sie Ihr international tätiges Unternehmen im Internet präsentieren möchten oder zahlreiche englischsprachige Besucher erwarten. Sofern Sie nur eine private Homepage mit einigen Fotos Ihrer Freunde und Verwandten bauen möchten, muss es nicht unbedingt eine .com Domain sein. .com Domains werden immer für ein Jahr registriert und kosten Sie im Normalfall ab 12 €.

- .de Domains sind der Standard für in Deutschland registrierte Internet-Adressen. Sie sind sowohl geeignet für private Websites als auch für Unternehmen, die in erster Linie deutschsprachige Besucher auf Ihrer Website erwarten. Vor einiger Zeit wurde die Grenze von 10 Millionen registrierten .de Domains überschritten - die eigene Domain ist in Deutschland inzwischen zum absoluten Massenprodukt geworden - .de Domains werden inzwischen von vielen Anbietern bereits ab 0,20 € pro Monat angeboten.

- .info / .biz oder .net sind ebenfalls international genutzte Domain-Endungen, die Sie alternativ nutzen können, sofern die von Ihnen gewünschte .com oder .de Domain bereits vergeben ist. Es sind hierbei allerdings einige Restriktionen zu beachten: So dürfen z.B. .biz Domains (.biz steht für Business) nur von gewerblichen Kunden registriert werden. Diese Domains müssen immer für mindestens zwei Jahre registriert werden und kosten für dieses Zeitraum ab ca. 16 €.

Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von länderspezifischen Domain-Endungen (wie .tv für die Inselgruppe Tuvalu oder .co.uk für Grossbritannien), auf die man für die eigene Domain zurückgreifen kann. Nutzen Sie unseren Domain Preisvergleich um zu prüfen, wo überall auf der Welt die von Ihnen gewünschte Internet-Adresse noch verfügbar ist.

Wichtig: Bei der Registrierung und Nutzung gibt es eine Vielzahl von juristischen Stolpersteinen für die eigene Domain mit denen Sie sich unbedingt vor dem Kauf beschäftigten sollten, um späteren Ärger zu vermeiden.

Meine Wunschdomain ist bereits vergeben, was tun?

Wie bereits erwähnt kommt dies bei weltweit über 30 Millionen registrierten Domains sehr häufig vor. Im Regelfall können Sie sich helfen, indem Sie entweder auf eine andere als die ursprünglich geplante TLD ausweichen (z.B. .net anstelle von .com) oder indem Sie den Namen Ihrer Domain leicht variieren (z.B. durch Hinzufügen/Weglassen von Bindestrichen o.ä.). Aber auch wenn Sie unbedingt die ursprünglich gewünschte, aber leider bereits vergebene Domain Registrierung realisieren möchten, bleibt Ihnen eine Chance, die allerdings mit Kosten verbunden ist:

Es gibt im Internet Handelsplattformen für Domains, auf denen Inhaber von Domains diese zum Kauf anbieten und Sie Angebote dafür abgeben können. Die beliebteste und beste dieser Plattformen im deutschsprachigen Raum ist www.sedo.de. Versuchen Sie doch einfach hier einmal Ihr Glück!

eu - die europäische Domain ist da

Europa wächst immer mehr zusammen, da macht es nur Sinn, dass es auch eine europäische TLD gibt, die .eu. Deren Einführung wurde über lange Zeit gefordert und von den europäischen Behörden angekündigt. Ende 2005 war es nun endlich soweit sein. Bereits seit Anfang des Jahres 2005 konnten sich Interessenten Ihre eigene(n) .eu Domains kostenlos und unverbindlich vormerken. Ab Herbst 2005 wurden dann alle Vormerkungen gesammelt und nach bestimmten Vergabeverfahren entschieden, wem die entsprechende Domain zum Kauf angeboten wurde. Vorrang wurde dabei den Inhaber von Marken- oder Patentrechten (so konnte die Firma Aldi z.B. die Domain aldi.eu vor Privatleuten registrieren können) eingeräumt, grds. galt aber: Wer zuerst eine Domain vorgemerkt hatte, der hatte auch die besten Chancen, diese anschliessend erwerben zu können. Ausführliche Informationen zum aktuellen Stand der Dinge in Sachen .eu Domain finden Sie selbstverständlich laufend hier bei uns.