Servertypen: Diese verschiedenen Server-Modelle gibt es
In: Server | Autor: adminWer statt eines Webhosting-Tarifs lieber einen eigenen Server mieten möchte, muss sich zunächst für einen bestimmten Servertyp entscheiden. Wir erklären, wie die verschiedenen Server sich voneinander unterscheiden und was die Vor- und Nachteile der jeweiligen Modelle sind.
Wenn Sie sich dafür interessieren, statt eines gewöhnlichen Hosting-Paketes einen eigenen Server zu mieten, so haben Sie nicht nur die Wahl zwischen einer Vielzahl von Anbietern, sondern zunächst einmal auch zwischen einigen verschiedenen Servertypen. Vom kostengünstigen virtuellen Server bis zum extrem performanten Root Server gibt es eine Reihe unterschiedlicher Möglichkeiten zwischen denen Sie sich auf Basis Ihres Budgets, Ihrer Ansprüche und technischen Fähigkeiten entscheiden müssen.
Die Grundlagen und Charakteristika der verschiedenen Arten von Servern wollen wir Ihnen im folgenden kurz darstellen:
Virtueller Server (VPS / VDS): Diese Art des Servers hat in letzter Zeit stark an Popularität gewonnen, da virtuelle Server – zumindest in Ansätzen – die Flexibilität und Performance eines dedizierten Servers mit dem Preis eines normalen Hosting-Paketes verbinden. Sie sind daher eine interessante Alternative für Nutzer, die zwar eine professionelle Hosting-Lösung suchen, sich aber nicht mit der technisch anspruchsvollen und zeitintensiven Administration eines Root-Servers belasten wollen. Schließlich tun Sie mit der Nutzung eines virtuellen Servers auch der Umwelt etwas Gutes, denn durch die Virtualisierung wird die enorm hohe Umweltbelastung durch den Energieverbrauch oftmals unausgelasteter Server reduziert.
In der Praxis bestehen bei virtuellen Servern dieselben Risiken wie bei gewöhnlichen Hosting-Paketen: Aufgrund der Tatsache, dass der Provider auf einem vServer eine Vielzahl von Kunden unterbringt, kann es zu Überlastungen und damit zu Performance-Problemen kommen. Außerdem ist es bei solchen Angeboten aus Sicherheits- und Performancegründen nicht immer möglich, wie bei einem eigenen Server beliebig schalten und walten zu können.
Bevor Sie einen virtuellen Server mieten sollten Sie daher prüfen, wie viele Kunden sich beim Anbieter Ihrer Wahl eine Maschine teilen und ob Ihnen ein Root-Zugriff angeboten wird oder nicht. Wie beim Dedizierten Server hat man inzwischen auch bei virtuellen Servern als Kunde oftmals die Wahl zwischen den Betriebssystemen Linux und Windows.
Dedicated / Dedizierter Server: Obwohl virtuelle Server gewiss auch für professionelle Anwender geeignet sind, so führen die o.g. Nachteile doch regelmäßig dazu, dass viele Profi-User trotz der höheren Kosten einen dedizierten Server mieten. Dabei wird im Gegensatz zum virtuellen Server eine Maschine komplett an einen einzigen Kunden vermietet, er muss die Maschine nicht mit anderen Kunden teilen.
Vorteile und Nachteile dieses Vorgehens sind offensichtlich: Während zum einen die Betriebskosten des Servers von nur einem einzigen Kunden getragen werden müssen und deshalb deutlich höher als bei einem virtuellen Server sind, gibt es auf der anderen Seite keine Einschränkungen bei den Administrationsmöglichkeiten des Users und die Performance hängt einzig und allein davon ab, was der Nutzer für Anwendungen auf dem Rechner laufen lässt.
Es werden drei Arten von dedizierten Servern unterschieden:
Managed Server: Bei diesem Servertyp bekommt der Kunde zwar seinen eigenen Rechner, aber die Systemadministration, also die Verwaltung und Wartung des Servers, erfolgt durch Mitarbeiter des Providers. Der Provider übernimmt ebenfalls die Verantwortung für Downtimes (Stillstandzeiten) aufgrund von Hardwareproblemen. Dieser Servertyp eignet sich am besten für Kunden, die aufgrund fehlender Zeit oder Know-Hows nicht die Möglichkeit zur Nutzung eines eigenen Root Servers haben.
Da die dargestellten Aufgaben beim Westhoster natürlich Kosten verursachen, sind Managed Server für gewöhnlich teurer als die im Folgenden dargestellten Root Server.
Root Server: Der Root Server ist das Gegenstück zum Managed Server – genau wie bei diesem mietet der Kunden einen kompletten Server, allerdings ist er auch verantwortlich für die Verwaltung und Wartung des Servers. Der Kunde erhält dafür sog. Root-Rechte, d.h. er hat alle Administrations- und Zugriffsrechte auf dem Server und kann das System nach seinen individuellen Wünschen konfigurieren und optimieren. Dies ist die Grundvoraussetzung, um ohne Beschränkungen eigene Programme und Tools zu installieren, die für den Betrieb einer komplexen Website oder für eine Nutzung als Reseller- oder Game-Server erforderlich sind. Zur Erleichterung der administrativen Tätigkeiten ist bei den großen Webhosting-Providern nahezu ausnahmslos eine Verwaltungssoftware wie Plesk oder Confixx im Paketpreis enthalten.
Windows Server: Im Allgemeinen werden Root Server mit vorinstalliertem Linux-Betriebssystem zur Verfügung gestellt. Wer sich mit einer Windows-Arbeitsoberfläche wohler fühlt, kann bei vielen Anbietern einen Windows Server mieten, der sich lediglich durch das Betriebssystem von einem klassischen Root Server unterscheidet. Aufgrund der für die Windows-Nutzung anfallenden Lizenzkosten ist ein Windows Server in der monatlichen Miete teurer als sein Gegenstück mit Linux.