Webhosting-Grundlagen (3): Die eigene Homepage mit WordPress erstellen
In: Rund um die Homepage | Autor: StefanIn unserer Reihe Webhosting-Grundlagen widmen wir uns der populären Blog-Software Wordpress, die mittlerweile in Version 3.0 vorliegt. Dabei hat sich das Einsatzgebiet deutlich gewandelt. Neben reinen Blogs kann Wordpress auch als Content-Management-System oder sogar als Social Network für viele Bereiche des Webhostings eingesetzt werden. So können z.B. auch Präsenzen kleinerer bis mittlerer Organisationen oder Unternehmen realisiert werden.
Die Blog-Software WordPress hat einen weiten Weg hinter sich. Mittlerweile liegt das Open Source-Projekt in der Version 3.0 vor.
Als im Jahr 2003 die erste WordPress-Version vorgestellt wurde, war der Erfolg noch nicht abzusehen. Mittlerweile sind über 200 Millionen Installationen von WordPress im Einsatz auf eigenen Homepages.
Mit den Jahren erweiterte die Software auch ihr Einsatzspektrum. Mit erweiterter Funktion wurde WordPress immer häufiger auch als Content-Management-System eingesetzt. Mittlerweile bietet sich WordPress als System an, um die eigene Homepage zu erstellen sowie für Webseiten von kleineren bis mittleren Vereinen oder Organisationen. Aber auch Unternehmen realisieren ihren eigene Homepage mittels WordPress.
WordPress kommt hierbei der nach eigener Bezeichnung „famous 5 minute install“, die „berühmte Installationen innerhalb von 5 Minuten“ zu Gute. Um mit der Seite zu beginnen, genügt es die entpackten WordPress-Dateien per FTP auf den eigenen Webhosting Server zu übertragen. Anschließend ruft man im eigenen Browser die Installationsdatei auf dem Server auf. Wenn WordPress in das Stammverzeichnis der eigenen Homepage geladen wurde, wäre dies z.B. www.domain.de/install.php.
Bei den meisten Webhosting Providern ist die WordPress Installation noch einfacher. Mittels 1-Klick-Installation lässt sich WordPress u.a. bei 1&1, Host Europe oder Greatnet aus dem Kundenmenü installieren, so dass ohne Vorkenntnisse einfach losgelegt werden kann. Trotzdem sollte man sich die Einstellungen der Installation genau ansehen, um sicher zu stellen, dass WordPress den Bedürfnissen der eigenen Homepage entsprechend eingerichtet ist.
Nach einigen, kurzen Eingaben ist die eigene WordPress Homepage startbereit und der Nutzer kann bereits den ersten Artikel verfassen oder statische Seiten erstellen.
Eine der Stärken von WordPress ist das große Plugin-Verzeichnis. Tausende meist kostenlose Plugins stehen zum Download bereit. Direkt aus dem Administrationsmenü können Plugins installiert und deinstalliert werden, es muss kein FTP-Zugang bestehen.
Die Plugins können das Gesicht von WordPress komplett verändern. Zahlreiche kostenlose Templates lassen die eigene Homepage im neuen Glanz erstrahlen. Möchte man ein eigenes Forum betreiben, steht das Plugin bbPress zur Verfügung. Mit dem Plugin buddypress verwandelt sich WordPress in ein eigenes soziales Netzwerk, in dem Nutzer eigene Updates veröffentlichen, Gruppen gründen und Freunde finden können. Andere Plugins dienen dem Schutz vor Spam-Kommentaren, z.B. über Blacklists („schwarze Listen“) oder über die Integration von CAPTCHA-Systemen, bei denen der Kommentator eine kurze Buchstaben- und Ziffernfolge aus einer Grafik abtippen muss.
In der aktuellen Version bietet WordPress auch die Möglichkeit, eine sogenannte „Multisite“ einzurichten, eine Mehrbenutzerseite, bei der für jeden Nutzer ein eigenes Blog bzw. eine eigene Seite eingerichtet wird. Diese ist wahlweise in einem Unterverzeichnis www.domain.de/neuesblog/ oder per Subdomain www.neuesblog.domain.de erreichbar. Für die eigene Familien-Homepage oder Unternehmen bzw. Gruppierungen mit Untergliederungen bietet so bereits die Standardinstallation von WordPress die Möglichkeit, sich entsprechend der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Alle Plugins und auch WordPress selbst können über das Interface selbst aktualisiert werden. Auf eine aktuelle WordPress-Installation und Plugins sollte auch besonderes Augenmerk gelegt werden. Durch seine große Popularität sind veraltete WordPress-Installationen ein beliebtes Ziel für Hacker geworden.
Alles in allem ist WordPress die Ideale Software, um die ersten Schritte mit der eigenen Homepage zu gehen. Die Anpassungsfähigkeit lässt jederzeit Änderungen oder Erweiterungen des Schwerpunkts der eigenen Homepage möglich.
- Links zum Thema:
Google bietet Page Speed Service für schnelleren Abruf der eigenen Homepage an
Webhosting Provider goneo und STRATO sind bereit für IPv6
Webhosting-Grundlagen (9) – Ein Forum auf der eigenen Homepage
Mit Host Europe treffen Deutschlands Webhoster erste Vorbereitungen für IPv6
Webhosting Sicherheit: Gestohlene SSL-Zertifikate sorgen für Unruhe