Webhosting-Grundlagen (I): Zugriff auf die eigene Homepage per FTP
In: Rund um die Homepage | Autor: StefanZum Start unserer Reihe Webhosting-Grundlagen widmen wir uns einem der wichtigsten Werkzeuge in puncto Webhosting. Das File Transfer Protocol (FTP) ermöglicht dem Webmaster das Übertragen oder Löschen von Dateien und Verzeichnissen. Auch die Änderung von Datei- oder Verzeichnisrechten auf dem Webserver ist möglich.
In der Reihe Webhosting-Grundlagen befassen wir uns in loser Folge mit Grundlagen des Webhostings für Webmaster. Zum Auftakt der Reihe widmen wir uns dem Zugriff auf die eigene Homepage per FTP.
Das File Transfer Protocol (im weiteren nur noch in der Abkürzung FTP) ist eines der wichtigsten Werkzeuge, wenn es darum geht eine eigene Homepage zu erstellen oder zu warten. Webmaster können per FTP Dateien anlegen oder Löschen, Verzeichnisse erstellen sowie Datei- und Verzeichnisrechte ändern. Wenn der Provider nicht die Installation von Web-Applikationen wie z.B. Blog-, Foren-, oder Content-Management-Software ermöglicht, ist FTP der übliche Weg, um Web-Software wie z.B. WordPress zu installieren.
Abgesehen von einigen Einsteiger-Tarifen enthält jeder Webhosting-Tarif den Zugriff auf den eigenen Webspace per FTP-Client. Einige Provider wie z.B. Power-Netz bieten in ihren Tarifen auch Web-FTP an. Hier können direkt über den Browser Dateien und Verzeichnisse verwaltet werden. Web-FTP-Lösungen sind in ihren Möglichkeiten allerdings oftmals eingeschränkt und nur zum Upload einzelner Dateien oder zum Zugriff von unterwegs sinnvoll.
Um per FTP Daten auf den Server zu übertragen ist ein sogenannter FTP-Client sinnvoll. Es ist aber nicht notwendig, Geld in ein kostenpflichtiges Programm investieren. Zahlreiche kostenlose und quelloffene Programme wie z.B. Filezilla bieten alle notwendigen Funktionen.
Mit diesen Programmen können auch über FTP per SSL Daten sicher verschlüsselt übertragen werden. Nicht alle Webhosting-Provider unterstützen aber diese Art der sicheren Dateiübertragung.
Nach Installation und Start des FTP-Programms öffnet sich ein Bildschirm, der zur Eingabe der FTP-Zugangsdaten auffordert. Bei Filezilla ist eine Verbindung auch über die Quickconnect-Leiste möglich. Komfortabler ist jedoch die Speicherung der Zugangsdaten im Servermanager. Bei der Speicherung der Passwörter bestehen aber auch Risiken, insbesondere wenn der PC von mehreren Personen genutzt wird.
Die meisten FTP-Clients verfügen über zwei getrennte Fenster. Meist wird links der lokale, eigene PC dargestellt, während im rechten Fenster die Dateien auf dem entfernten Server angezeigt werden. Dateien können im jeweiligen Fenster ausgewählt und herauf- bzw. heruntergeladen werden. Zu beachten ist hierbei der Umgang mit existierenden Dateien. So sollten zum Beispiel auf dem Server liegende Dateien, die in einer neueren Version als die lokale Datei vorliegen, nicht automatisch überschrieben werden. Dies ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn mehrere Personen Zugriff auf den FTP-Server haben und evtl. Überschneidungen auftreten können, z.B. wenn sie eine gewerbliche Homepage erstellen wollen.
Per Rechtsklick auf eine Datei auf dem Server können die Rechte eines Orders oder einer Datei verändert werden. Der entsprechende Menüeintrag lautet bei den meisten Programmen Datei-/ Verzeichnisrechte oder CHMOD. Dies ist insbesondere bei Unix-/Linux-basierten Servern wichtig, da hier Web-Applikationen wie z.B. WordPress oft Schreibrechte an einigen Ordnern und/oder Dateien z.B. zur Installation oder zum Upload von Dateien benötigen. Welcher Wert hier für Schreibrechte eingestellt werden muss, hängt von der Konfiguration des Providers ab. Meist muss aber der Wert 777, d.h. Write-Berechtigung für alle Gruppen gesetzt werden.
Natürlich kann ein kurzer Artikel nur einen ersten Einstieg in die Thematik bieten. Genauere Informationen bietet meist der Hilfe- bzw. Tutorial-Artikel des eigenen Webhosting-Providers.
- Links zum Thema:
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